Was bedeutet 4K?
Digitale Bilder und Videos werden in sogenannten Bildpunkten, die auch Pixel genannt werden, gespeichert. Das Bild wird aus diesen Punkten wie ein Mosaik zusammengesetzt. Mehr Pixel bedeuten insofern einen höheren Detailgrad. Daraus ergeben sich dann Auflösungen wie 1280 × 720 Pixel (720p bzw. HD ready) oder 1920 × 1080 Pixel (1080p bzw. HD). 4K-Videos verfügen in der Horizontalen über ca. 4000 Pixel. Die genaue Anzahl variiert dabei in Abhängigkeit vom Seitenverhältnis zwischen 3840 und 4096 Pixeln. Häufig wird bei Video- und Fotokameras die Auflösung in MP (Megapixel) angegeben. Diese Auflösung ergibt sich als Produkt der horizontalen und der senkrechten Pixelzahl. Die Auflösung alleine sagt allerdings nicht zwingend etwas über die Bildqualität aus. Faktoren wie Bittiefe und Bildwiederholfrequenz haben ebenfalls großen Einfluss darauf. 4K wird auch als Ultra-HD (UHD) bezeichnet. Die nächsthöhere Auflösung 8K wird als Ultra-HD-2 vermarktet.
Typische Features, die moderne 4K-Camcorder in Tests voneinander abgrenzen, sind zum Beispiel:
- WLAN-Funktionalität
- optischer Zoomfaktor
- pro Sekunde aufnehmbare Bilder
- Wasserfestigkeit
- Anschlüsse
- Akkulaufzeit in Min
- Displaygröße in Zoll
- Gewicht in g
Zu den wichtigsten technischen Rahmendaten von aktuellen 4K-Camcordern zählen die Möglichkeit zum optischen Zoomen und die Anzahl der Bilder, die das Gerät pro Sekunde aufzeichnen kann (die sogenannten frames per second). Gute tragbare 4k-Camcorder mit 20-fachem Zoom sind heute keine Seltenheit mehr. Doch gerade bei kleinen 4K-Camcordern wird ein guter optischer Zoom nur selten angeboten.
Actioncams, wie etwa GoPro sie anbietet, haben oft gar keinen optischen Zoom. Dafür glänzen diese Geräte bei der Anzahl der pro Sekunde speicherbaren Einzelbilder. Mit einem solchen 4K-Camcorder für Sportaufnahmen erfassen Sie selbst schnellste Bewegungen. Doch auch andere 4K-Camcorder mit 60 fps und mehr sind am Markt verfügbar.
Viele 4K-Camcorder werden mit hohen Megapixelzahlen beworben. So gibt es zum Beispiel 4K-Camcorder mit 48 MP. Diese Angabe ist zumindest für den Betrieb als Videokamera von begrenzter Bedeutung, da das 4K-Videoformat nur rund 8 Megapixel nutzt.

Actioncams können Sie am Rad befestigen und als Alternative zum 4K-Camcorder nutzen.
Mit einem 4K-Camcorder mit 48 MP können Sie aber beispielsweise auch hochauflösende Fotos machen. Zudem können Sie die höhere Grundauflösung bei einigen Typen von Camcordern nutzen, um das Bild zu stabilisieren.
Insbesondere bei Aufnahmen mit hoher Bildfrequenz stehen solche Features allerdings nicht immer zur Verfügung. 4K-Camcorder mit 60 fps nutzen oft nur einen kleinen Teil des verbauten Bildsensors, um die Menge der zu verarbeitenden Daten gering zu halten. Kurzum: Die besten 4K-Camcorder sind nicht zwingend die mit den höchsten Megapixelwerten.
Actioncam statt leichtem 4K-Camcorder
Vorteile- meist stabiler
- halten auch Stürze aus
- kleiner als Camcorder
- können zum Beispiel an Helmen oder der Kleidung getragen werden
- speziell auf die Aufnahme schneller Bewegungsabläufe optimiert
Nachteile- weniger vielfältig einsetzbar
- typischerweise deutlich schlechtere Objektive
- kürzere Akkulaufzeit
4K-Camcorder für die Outdoor-Nutzung werden häufig als wasserfester 4K-Camcorder angeboten. Gerade bei professionelleren Geräten geht das allerdings möglicherweise mit einem deutlichen Aufpreis einher. Wägen Sie genau ab, ob sich diese Zusatzinvestition lohnt.

Auf diesem Foto sehen wir einen 4k-Camcorder von GoPro mit passendem Zubehör.
Seit einiger Zeit bietet die Industrie zudem 4K-Camcorder mit WLAN an. Solche Geräte haben unterschiedliche erweiterte Features. So ist es bei einigen Geräten zum Beispiel möglich, zusätzlich zur Camcorderaufnahme Live-Videos von in der Nähe befindlichen Android-Smartphones und iPhones zu speichern und in die Videoaufnahme einzuflechten. Zudem können Sie solche 4K-Camcorder zum Streaming einsetzen. 4K-Camcorder mit Streaming-Funktion werden oft zusätzlich über einen LTE-Stick mit dem Internet verbunden. Das ist gerade bei 4K-Camcordern für die Outdoor-Nutzung spannend. Derartige Features wirken sich allerdings negativ auf die Batterielaufzeit aus. Wer einen 4K-Camcorder mit langer Laufzeit sucht, muss auf die Datenübertragung per Funk verzichten.
Ebenfalls wichtig für die Kaufentscheidung sind die am Gerät vorhandenen Anschlüsse. Gerade günstige Camcorder von Firmen wie Somikon oder Z Cam bieten oft nicht alle Anschlüsse, die teurere 4K-Camcorder für Profis haben. In 4K-Camcorder-Tests wird daher stets angegeben, ob diese die wichtigsten Schnittstellen unterstützen.
| Anschlusstyp | Eigenschaften |
| 4K-Camcorder mit HDMI | - Bilder an größere Bildschirme übertragen
- auch während der Aufnahme möglich
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| 4K-Camcorder mit externem Mikrofon | - externe Audiointerfaces werden meist per XLR-Kabel angeschlossen
- mit einem externen Mikro können Videos mit besserem Ton aufgenommen werden
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| 4K-Camcorder mit USB-Schnittstelle | - dient zum Anschluss des Camcorders an den PC
- oft können aufgenommene Videos auch unterwegs auf USB-Festplatten übertragen werden
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