
240-Hz-Monitore mit Curved-Display sind für die Grafikkarte leichter zu handeln, da sie insgesamt weniger Pixel ansteuern müssen als 240-Hz-Monitore mit Flat-Display.
Die riesige Geräteauswahl macht die Suche nach dem richtigen 240-Hz-Monitor zu einer echten Herausforderung. Machen Sie sich daher erst einmal ein paar Gedanken um den Einsatzbereich und die benötigten und gewünschten Features, bevor Sie mit dem Stöbern im Internet und im Elektronikfachmarkt vor Ort beginnen.
Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir nachfolgend die wichtigsten Kriterien zusammengetragen, anhand derer sich 240-Hz-LED-Monitore bewerten und vergleichen lassen.
2.1. Auflösung / Bildschirmgröße
Die Auflösung legt fest, wie viele Pixel das Display eines 240-Hz-Monitors anzeigen kann. Je mehr Pixel angezeigt werden können, desto schärfer sind das Bild und die Details. Die Angabe erfolgt in der Einheit Megapixel (MP), die sich aus der Multiplikation des horizontalen und des vertikalen Wertes ergibt. Bei einer Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln und einem Seitenverhältnis von 16:9 beträgt die Displayauflösung beispielsweise etwas mehr als 2 MP.
Welt.de-Info: 240-Hz-Monitore mit Curved-Display müssen bei gleicher Bildqualität weniger Pixel ansteuern als 240-Hz-Flat-Monitore und sind damit für die Grafikkarte insgesamt einfacher zu handeln.
Welche Auflösung Sie auswählen sollten, hängt in erster Linie davon ab, wofür Sie den Bildschirm verwenden möchten:
| Auflösung | Geeignet für |
| 240-Hz-Monitor mit Full HD 1.920 x 1.080 Pixel | Streaming, Internet, einfache Spiele, E-Mail und Textverarbeitung |
| 240-Hz-Monitor mit 2K / 240-Hz-Monitore mit WQHD 2.048 x 1.080 Pixel / 2.560 x 1.440 Pixel | Streaming, Gaming, Foto- und Videobearbeitung |
| 240-Hz-Monitor mit UHD / 4K (Ultrawide 240-Hz-Monitor) 3.840 x 2.160 Pixel | Streaming, Gaming, professionelles Grafikdesign |
Welt.de-Info: Inzwischen sind auf dem Markt auch Bildschirme mit einer Auflösung von 5K (5.120 x 2.880 Pixel) und damit fast doppelt so vielen Pixeln wie bei 4K erhältlich. Diese entspricht dem gängigen 16:9-Bildschirmverhältnis, ist aber eher speziellen Anwendungsfällen, wie beispielsweise der professionellen Bildbearbeitung oder dem Video-Editing – vorbehalten.
Nutzen Sie Ihren Monitor vorrangig für Büro- und Schreibarbeiten, eignet sich ein Modell mit einer Größe von 22 bis 27 Zoll. Als professioneller Designer oder Gamer sollten Sie hingegen zu einem größeren Bildschirm mit bis zu 49 Zoll greifen. 240-Hz-Monitore sind als Flat- oder Curved-Screen erhältlich.

240-Hz-Monitor für Xbox Series X: Die meisten Hersteller setzten auf reaktionsschnelle TN-Panels, deren Farbgenauigkeit und der Betrachtungswinkel im Vergleich zu anderen Panel-Arten allerdings etwas eingeschränkter ist.
2.2. Panel-Technologie
Die drei geläufigsten Technologien für Computer-Monitore Twisted Nematic (TN), In Plane Switching (IPS) und Vertical Alignment (VA). Der Aufbau ist bei allen Paneelen gleich: Sie bestehen aus übereinander gelagerten Schichten, darunter auch eine aus Flüssigkristallen.
Die Anordnung und das Verhalten der Kristalle bei elektrischer Ladung entscheidet dann, um welche Art Panel es sich handelt. Jede Technologie zeichnet sich durch Stärken und Schwächen aus, die letztendlich auch wieder über das Einsatzgebiet – z. B. Gaming, Office oder Bild- und Videobearbeitung – bestimmen.
Die Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile der einzelnen Panel-Typen noch einmal im Detail:
| Panel-Kategorie | Vorteile / Nachteile |
| TN (Twisted Nematic) | Vorteile- schnelle Reaktionszeit
- geringe Latenz und Bewegungsunschärfe
- optimal für die Darstellung schneller Computerspiele
Nachteile- Farbgenauigkeit und Betrachtungswinkel im Vergleich zu anderen Panel-Arten eingeschränkt
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| IPS (In-Plane Switching) | Vorteile- verbesserte Farbgenauigkeit
- größerer Betrachtungswinkel
- gute Bildqualität
- optimal für farbkritische Arbeiten (z. B. Foto- und Bildbearbeitung)
Nachteile- geringere Reaktionszeit als TN-Panels
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| VA (Vertical Alignment) | Vorteile- guter Kompromiss zwischen Reaktionszeit, Blickwinkel und Bildqualität
- tiefere Schwarzwerte und höherer Kontrast als TN- und IPS-Panels
Nachteile- geringere Farbtreue als TN- und IPS-Panels
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2.3. Reaktionszeit

Einige Shooter und Rennspiele können gar nicht erst gespielt werden, wenn der 240-Hz-4K-Monitor nicht über eine bestimmte Reaktionszeit verfügt.
Die Reaktionszeit bezeichnet die Zeitspanne, die ein Pixel braucht, um die Farbe zu wechseln. Je geringer die Reaktionszeit eines Monitors ist, desto niedriger ist auch die Eingabeverzögerung. Bei den Spitzenmodellen liegt der Wert laut gängiger 240-Hz-Monitor-Tests sogar bei weniger als 1 ms.
Vor allem beim Gaming ist die Reaktionszeit ein wichtiger Faktor. Ist sie zu langsam, können Bewegungen auf dem Bildschirm unscharf oder verschwommen dargestellt werden, was sich besonders bei Shootern oder schnellen Rennspielen nachteilig auswirken kann. Einige Games können ohne eine bestimmte Reaktionszeit gar nicht erst gespielt werden.
Wenn Sie hauptsächlich Bilder bearbeiten und auf eine detaillierte Darstellung angewiesen sind, empfiehlt sich hingegen eine höhere Reaktionszeit. Für normale Office-Anwendungen ist ein Wert von 5 – 8 ms vollkommen ausreichend.
2.4. Anschlüsse
Idealerweise sollte sich der neue Monitor mit möglichst wenig Aufwand an den PC oder Laptop anschließen lassen. Für die Verbindung stehen meist mehrere Anschlüsse zur Verfügung, die für verschiedene Nutzungsszenarien konzipiert sind:
- Der derzeit gebräuchlichste Typ bei 240-Hz-Monitoren ist HDMI 2.1 (High Definition Multimedia Interface), der Auflösungen bis zu 4K unterstützt. Das Anschlusskabel sollte nicht länger als 10 Meter sein, da der Port ansonsten Strom verliert und das Bild unscharf und abgehackt wird.
- DisplayPort-Anschlüsse haben eine größere Bandbreite und Bildwiederholfrequenz als HDMI-Anschlüsse. 240-Hz-Monitore mit DisplayPort unterstützen Auflösungen bis einschließlich 8K. Außerdem erlauben sie Daisy-Chaining – also den direkten Anschluss eines Monitors an einen anderen Monitor.
- Die universellste und effizienteste Variante sind USB-C-Anschlüsse. Über nur ein Kabel übertragen sie Bildsignale und Daten oder laden externe Geräte auf. Achten Sie hier unbedingt darauf, dass die Leistung des USB-C-Ports auch ausreichend zum Aufladen Ihrer Geräte ist.

240-Hz-Monitor mit HDMI oder DisplayPort? Der derzeit gebräuchlichste Anschluss-Typ ist HDMI 2.1 – hier ist allerdings bei 4K Schluss. 240-Hz-Monitore mit DisplayPort unterstützen hingegen sogar hohe Auflösungen bis 8K.
2.5. Ergonomie
Bei den besten 240-HZ-Monitore können Sie die Höhe, die Position und den Neigungswinkel an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen. Optimal ist es, wenn sich die Monitorposition sowohl horizontal als auch vertikal ändern lässt, da so die Ausrichtung auf den Nutzer am besten gelingt.
WELT.de-Tipp: Um die Nacken- und Schultermuskulatur zu entlasten, sollten Sie Ihren 240-Hz-Monitor so einstellen, dass Sie den Blick leicht nach unten richten müssen und die oberste Bildzeile unterhalb der Augenhöhe liegt. Zudem sollte der Abstand der Augen zum Bildschirm mindestens 50 cm betragen.